LRS-Förderung zu Hause – spielerisch und ohne Druck
Ihr Kind hat LRS? So fördern Sie es richtig – ohne täglichen Kampf
Lese-Rechtschreib-Schwäche ist kein Grund zur Panik. Mit den richtigen Methoden machen Kinder große Fortschritte.
Auf dieser Seite finden Sie alles, was Eltern wissen müssen: Was LRS bedeutet, welche Übungen wirklich helfen, und wie Sie Ihr Kind motivieren.
Was ist LRS eigentlich?
Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), auch Legasthenie genannt, betrifft etwa 5-6% aller Kinder. Das Wichtigste vorweg:
Keine Frage der Intelligenz. Kinder mit LRS sind genauso intelligent wie andere – sie verarbeiten geschriebene Sprache nur anders.
Förderung hilft. Mit der richtigen Unterstützung machen betroffene Kinder nachweislich große Fortschritte – besonders wenn früh gestartet wird.
Sie können viel tun. Die Förderung zu Hause ist oft genauso wichtig wie professionelle Therapie – wenn Sie wissen, wie.
Die 3 Säulen der LRS-Förderung
Phonologische Bewusstheit
Die Fähigkeit, Sprache in Laute zu zerlegen. Training mit Reimen, Silben und Anlauten – der wichtigste Baustein bei LRS.
→ Übungen & SpieleSichtwortschatz aufbauen
Häufige Wörter automatisch erkennen, ohne sie mühsam zu erlesen. Blitzlesen-Übungen helfen dabei.
→ Blitzlesen lernenSpielerisch üben
Kinder mit LRS haben oft negative Leseerfahrungen. Spiele wie Wortmaumau verstecken das Training – das Kind übt, ohne es zu merken.
→ LRS-Übungen für zu HauseAlle Ressourcen zur LRS-Förderung
Unsere Sammlung evidenzbasierter Artikel für Eltern und Therapeuten:
📚 Für Eltern
🎯 Methoden & Übungen
Warum Wortmaumau bei LRS hilft
Wörter liest Ihr Kind pro Runde – freiwillig, weil es gewinnen will
Vokale erkennen ist Kernmechanik – trainiert phonologische Bewusstheit
Eine Runde dauert 10-15 Minuten – perfekt für die tägliche Routine
Häufige Fragen zur LRS-Förderung
Was ist der Unterschied zwischen LRS und Legasthenie?
In Deutschland werden die Begriffe oft synonym verwendet. Medizinisch bezeichnet "Legasthenie" eine Entwicklungsstörung mit genetischer Komponente, während "LRS" (Lese-Rechtschreib-Schwäche) breiter gefasst ist und auch erworbene Schwierigkeiten einschließt. Für die Förderung zu Hause macht der Unterschied wenig aus – die Methoden sind dieselben.
Wie lange dauert es, bis mein Kind Fortschritte macht?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Mit regelmäßiger Förderung (15 Minuten täglich) sehen viele Eltern nach 4-8 Wochen erste Verbesserungen in der Leseflüssigkeit. Wichtig: Kleine Fortschritte feiern und nicht mit anderen Kindern vergleichen.
Braucht mein Kind eine professionelle Therapie?
Bei starken Schwierigkeiten oder wenn die Förderung zu Hause nicht greift, ist eine Lerntherapie sinnvoll. Die Kosten (50-100€/Stunde) werden in manchen Fällen vom Jugendamt übernommen. Lassen Sie Ihr Kind zunächst testen – dann wissen Sie, wo Sie stehen.
Wo kann ich mein Kind auf LRS testen lassen?
Anlaufstellen sind: Schulpsychologischer Dienst (kostenlos), Kinder- und Jugendpsychiater, niedergelassene Lerntherapeuten, oder spezialisierte Instituts-Ambulanzen. Der Schulpsychologe ist oft ein guter erster Schritt.