Mau-Mau Regeln
Der deutsche Kartenspiel-Klassiker – komplett erklärt
Mau-Mau ist DER deutsche Kartenspiel-Klassiker – gespielt seit Generationen, verwandt mit Uno und in der Schweiz als Tschau Sepp bekannt. Hier findest du die kompletten Regeln mit allen Sonderregeln und regionalen Varianten.
Grundregeln
Was du brauchst
Ein Skatblatt (32 Karten) oder Romméblatt (52 Karten). Mit mehr Karten dauert das Spiel länger – ideal für größere Runden.
2-5 Spieler · Ab 6 Jahren · 10-20 Minuten
Spielvorbereitung
Jeder Spieler erhält 5 Karten (bei wenigen Spielern auch 6-7). Der Rest bildet den Nachziehstapel. Die oberste Karte wird aufgedeckt – das ist die Startkarte.
Spielziel
Werde als Erster alle Karten los! Bei der vorletzten Karte rufst du „Mau", bei der letzten „Mau-Mau!" – vergisst du es, gibt's Strafkarten.
Karten ablegen
Du darfst eine Karte legen, wenn sie die gleiche Farbe (♥♦♣♠) oder den gleichen Wert (7, 8, 9, 10, B, D, K, A) hat wie die oberste Karte.
Alle Sonderregeln im Detail
Diese Aktionskarten machen Mau-Mau erst richtig spannend! Je nach Region gelten unterschiedliche Regeln – hier die gebräuchlichsten:
Die Sieben – Karten ziehen
Der nächste Spieler muss 2 Karten ziehen und darf nicht ablegen – es sei denn, er hat selbst eine 7!
Die Acht – Aussetzen
Der nächste Spieler muss eine Runde aussetzen. Bei zwei Spielern bist du gleich nochmal dran!
Der Bube – Wunschkarte
Der Bube ist die mächtigste Karte! Er darf auf jede Karte gelegt werden (außer auf einen anderen Buben). Du bestimmst die neue Farbe.
Das Ass – Richtungswechsel
Die Spielrichtung wird umgekehrt! Statt links geht's jetzt rechts herum (oder umgekehrt).
Die Dame – Sonderfunktion
Je nach Region: Nächster zieht 3 Karten, Richtungswechsel, oder normale Karte ohne Sonderfunktion.
Der König – Variabel
In den Standardregeln keine Sonderfunktion. Regional: Alle anderen ziehen 1 Karte, oder Spieler überspringen.
Weitere wichtige Regeln
🗣️ „Mau" und „Mau-Mau" rufen
Bei der vorletzten Karte musst du „Mau" rufen, bei der letzten „Mau-Mau". Vergisst du es und ein Mitspieler sagt „Mau vergessen!", ziehst du 2 Strafkarten.
📥 Karte ziehen
Hast du keine passende Karte, ziehst du eine vom Stapel. Variante A: Passt sie, darfst du sie sofort spielen. Variante B: Du musst warten bis zur nächsten Runde.
🔄 Nachziehstapel leer
Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, wird der Ablagestapel (bis auf die oberste Karte) gemischt und als neuer Nachziehstapel verwendet.
🏆 Punkte zählen (optional)
Der Gewinner erhält die Punkte der Karten aller Mitspieler: Zahlkarten = Zahlwert, Bube = 20, Dame = 10, König = 10, Ass = 11. Erster mit 100 Punkten gewinnt das Match!
Regionale Varianten
Mau-Mau wird in jeder Familie etwas anders gespielt. Hier die bekanntesten Varianten:
Bayerisches Mau-Mau
Gespielt mit dem Bayerischen Blatt (Schellen, Eichel, Gras, Herz). Der Unter entspricht dem Buben. Oft wird mit „Ramsch"-Regeln gespielt: Wer als Letzter Karten hat, zahlt an alle.
Schweizer Tschau Sepp
Die Schweizer Variante mit verschärften Regeln: Die 9 zwingt zum Ziehen, das Ass zum Aussetzen. „Tschau" statt „Mau" rufen!
Mau-Mau mit 2 Kartensätzen
Für große Runden (6+ Spieler) werden zwei Skatblätter gemischt. Besonderheit: Zwei gleiche Karten dürfen zusammen gelegt werden!
Turbo-Mau-Mau
Schnellere Variante: Man darf mehrere passende Karten auf einmal ablegen (alle 8er, alle Herz-Karten, etc.). Das Spiel wird hektischer!
Häufige Fragen zu Mau-Mau
Darf ich mehrere 7er hintereinander legen?
Nein, pro Zug nur eine Karte. Aber wenn du eine 7 legst und der nächste kontert mit einer 7, kannst du (wenn du dran bist) wieder mit einer 7 kontern – bis jemand ziehen muss.
Was passiert, wenn die erste Karte eine 7 ist?
Der erste Spieler muss 2 Karten ziehen – oder selbst eine 7 legen zum Kontern. Die Startkarte zählt wie eine normal gespielte Karte.
Darf der Bube auf einen Buben gelegt werden?
Klassisch: Nein! „Bube auf Bube" ist verboten. Es gibt aber Hausregeln, die das erlauben – dann muss man aber auch eine Farbe wünschen.
Kann man mit einer Aktionskarte beenden?
Ja! Mit einer 7 als letzte Karte muss der nächste trotzdem ziehen. Aber: In manchen Hausregeln darf man nicht mit einem Buben beenden.
Was ist der Unterschied zu Uno?
Das Prinzip ist identisch! Uno hat nur spezielle Karten (Skip, Reverse, +4) und Farben statt Symbolen. Mau-Mau nutzt normale Spielkarten – du brauchst kein Extra-Spiel kaufen.
Du liebst Mau-Mau? Dann probier mal Wortmaumau!
Gleiche Regeln, aber mit Wörtern statt Farben. Kinder lesen 50-80 Wörter pro Runde – freiwillig, weil sie gewinnen wollen. Perfekt für Familien mit Grundschulkindern!
Entwickelt von einer Lerntherapeutin · Seit 2006 erprobt · 9,90 € bei Thalia